Am 23. April 2008 fand die Jahresmitgliederversammlung des Deutschen Instituts für Reines Bier (DIRB) unter Vorsitz des Präsidenten Herbert Frankenhauser statt. Einstimmig verabschiedete die Mitgliederversammlung eine Resolution, mit der die vom Drogen- und Suchtrat geforderten Verbote abgelehnt werden.

Resolution

Das Deutsche Institut für Reines Bier e.V. (DIRB), ein Zusammenschluss von deutschen Parlamentariern und Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens, lehnt die vom Drogen- und Suchtrat im „Strategiepapier für ein Nationales Aktionsprogramm zur Alkoholprävention” geforderten Verbote ab.

Fehlgeleitete Trinkgewohnheiten einer Minderheit werden nicht durch:

  • Werbe- und Sponsoringverbote,
  • Steuererhöhungen,
  • Warnhinweise

verändert. Die Ursachen für Alkoholmissbrauch liegen vor allem im sozialen Um­feld, in genetischen Dispositionen und in psychischen Situationen der Betroffenen.

Verantwortungsbewusster Alkoholkonsum ist in Deutschland Teil des kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens. Bier ist von Natur aus ein Getränk, das für Lebensfreude, Geselligkeit und Gesundheit steht. Alkoholmissbrauch verstößt gegen die Grundüberzeugung unserer Gesellschaft.

Die Behauptung des Drogen- und Suchtrates, Alkoholmissbrauch könne durch Verbote wie z.B. die Einführung von Alkoholmonopolen, Werbe- und Sponsoringverboten und Steuererhöhungen verhindert werden, ist ein Irrglaube, wie die Erfahrungen in anderen Ländern zeigen.

Die bereits vorhandenen gesetzlichen Regelungen sind in jeder Hinsicht ausreichend, verfehlen aber ihre Wirkung, wenn sie nicht eingehalten und durchgesetzt werden.

Eine nachhaltige Veränderung menschlichen Verhaltens lässt sich nicht gesetzlich verordnen. Nur ein breites Bewusstsein in unserer Gesellschaft für einen verantwortungsvollen Umgang mit alkoholhaltigen Getränken und die Förderung der Eigenverantwortung können Missbrauch dauerhaft verhindern.

Das Deutsche Institut für Reines Bier fordert eine Verstärkung der Präventionsmaßnahmen, um Jugendliche und Erwachsene zu einem verantwortungsvollen Umgang mit alkoholhaltigen Getränken zu befähigen, anstatt durch Verbote, den Genuss von Bier zu diskreditieren.



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